Vermieter darf Untervermietung nicht grundlos verweigern

 - 

Nachdem einige Mitglieder einer Wohngemeinschaft ausgezogen waren, baten die übrigen Wohngemeinschafter den Vermieter um Erlaubnis, die frei gewordenen Zimmer untervermieten zu dürfen. Hierfür unterbreiteten sie dem Vermieter Name und Anschrift der in Aussicht genommenen Untermieter. Der Vermieter verweigerte jedoch seine Erlaubnis, ohne hierfür konkrete Gründe anzugeben.

Das Landgericht Berlin verurteilte den Vermieter daraufhin zu Zahlung von Schadensersatz in Höhe der entgangenen Untermiete mit folgendem Argument: Dem Vermieter muss klar gewesen sein, dass das Ausscheiden von WG-Mitgliedern die anteiligen Belastungen der verbleibenden Mieter entsprechend erhöht. Dies und die Abschicht, weiter eine Wohngemeinschaft zu führen, genügen, um ein berechtigtes Interesse der Mieter an einer Untervermietung zu begründen. Die Mieter hatten hier alles Erforderliche getan, indem sie Name und Anschrift der Untermieter genannt hatten. wieter angaben wie beispielsweise der Beruf waren nicht erforderlich. LG Berlin, Urteil v. 8.9.2004 Az. 67 S 210/04

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.