Verbraucher: Möbelhändler haftet für Transportschäden

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Für Schäden, die bei der Anlieferung von Möbeln entstehen, ist und bleibt das Möbelhaus verantwortlich. Sogenannte Anlieferungsschäden dürfen nicht durch eine entsprechende Klausel im "Kleingedruckten" auf den Kunden abgewälzt werden.

Die AGB des Kaufvertrages eines Möbelhauses sahen vor, dass der Kunde mit der Bestellung bestätigt, dass die bestellte Ware durch das Treppenhaus und die Wohnungstüren passt. Durch seine Unterschrift stellte der Kunde den Möbelhändler faktisch von der Haftung für Anlieferungsschäden frei.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sah darin eine unangemessene Benachteiligung der Verbraucher. Sie klagte gegen die verbraucherfeindliche Klausel des Möbelhauses.

Das Oberlandesgericht Stuttgart kippte mit seinem Urteil die Regelung im "Kleingedruckten". Ein Möbelhändler ist dafür verantwortlich, dass die bestellten Möbel ohne Schrammen beim Kunden angeliefert werden. Er haftet für Transportschäden. Er darf das Transportrisikos nicht auf seine Kunden abwälzen. Eine entsprechende Regelung ist unzulässig. Schließlich sind Verpackungsmaße und Zerlegbarkeit der Ware dem Kunden unbekannt (OLG Stuttgart, Urteil vom 11. 5. 2010, Az. 2 U 7/10).

Rechtstipp
Stolpern auch Sie beim Möbelkauf über eine ähnliche oder gleichlautende Klausel im "Kleingedruckten", wenden Sie sich am besten an die zuständige Verbraucherzentrale.

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