Textilreinigung: Verschwundene Designer-Hose - ein teurer Verlust

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Geht in der Textilreinigung ein Designer-Stück verloren, können Kunden selbstverständlich Schadensersatz verlangen. Die Höhe hängt aber maßgeblich von der Nutzungszeit der Kleidung ab, so das Landgericht Berlin.

Eine Kundin hatte einen Hosenanzug in die Textilreinigung gegeben. Als sie das gute Stück abholen wollte, war die Hose unauffindbar und nur noch die Jacke bekam sie zurück. Die Frau verlangte deshalb 1.250 Euro Schadensersatz. Den Hosenanzug hatte Sie aus einem Original-Designerstoff in China anfertigen lassen.

Schadensersatz für den Verlust des Kleidungsstücks gibt es, das war für die Richter am Landgericht Berlin keine Frage. Doch hinsichtlich der Höhe musste die Kundin deutliche Abstriche machen. Die Richter sprachen ihr lediglich 233 Euro Schadensersatz zu. Sie bemaßen die Nutzungszeit nicht nach der Haltbarkeit der Kleidung, sondern anhand der Mode. Danach wird eine modische Textilie maximal vier Jahre getragen. Zudem hatte die Frau die Jacke zurückbekommen, die sie weiter anziehen kann. Schließlich war nicht auszuschließen, dass es sich bei dem in Fernost geschneiderten Hosenanzug um eine Produktfälschung handelt, was den Wert des Anzugs ebenfalls mindert (LG Berlin, Urteil vom 17. 12. 2007, Az. 52 S 90/07).

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