Prothesen zu locker - Zahnarzt muss Schmerzensgeld zahlen

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Hat ein Patient aufgrund eines "Zahnarzt-Pfuschs" Schmerzen, kann er Schmerzensgeld verlangen. Schlecht sitzende Prothesen bescherten einer leidgeprüften Patientin 6.000 Euro Schmerzensgeld.

Der Zahnarzt hatte einer Patientin für den Ober- und Unterkiefer herausnehmbare Teilprothesen anfertigen lassen. Doch die Arbeit ließ zu wünschen übrig. Die Kronen hatten überstehende Ränder und die Prothesen saßen zu locker. Die Klägerin hatte daher Schmerzen sowie Sprach-, Beiß- und Kauprobleme. Sie zog deshalb vor Gericht.

Die Richter am Oberlandesgericht Koblenz entschieden, ein Zahnarzt schuldet bei der Versorgung seiner Patienten mit Prothesen nicht nur die Behandlung als solche, sondern auch einen Erfolg. Weil das hier nicht der Fall war, billigten sie für das drückende Gebiss der Frau ein Schmerzensgeld in Höhe von 6.000 Euro zu (OLG Koblenz, Beschluss vom 19. 6. 2007, Az. 5 U 467/07).

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