Pfusch beim Friseur: Haftung nach misslungener Blondierung

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Wer nach einem Friseurbesuch mehr Haare lässt als gewollt, hat Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Etwa wenn eine Blondierung unsachgemäß ausgeführt wird und zu Haarausfall führt.

Eine Kundin ließ sich in einem Friseursalon die Haare blondieren. Als sie daheim die Haare föhnte und kämmte, fielen ganz Haarbüschel aus. Das Haar war verfilzt und am Hinterkopf abgebrochen. Die Frau machte den Friseur verantwortlich für das Desaster. Sie verlangte nicht nur die Kosten für den Friseurbesuch zurück, sondern auch ein saftiges Schmerzensgeld.

Das sprach ihr das Amtsgericht Erkelenz auch zu. Auf 60 Euro Friseurkosten gab es obendrein ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.000 Euro. Der Inhaber haftet für die fehlerhafte Haarbehandlung durch seine Mitarbeiterin. Die Blondierung war nicht fachgerecht durchgeführt worden. Das Mittel war auch auf das Deckhaar und die Haarspitzen, nicht nur am Haaransatz aufgetragen worden (AG Erkelenz, Urteil vom 7. 5. 2009, Az. 8 C 351/08).

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