Nachbarrecht: Mit den Beeinträchtigungen durch einen Holzofen müssen Sie leben

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Mit Rauchschwaden müssen Sie leben, wenn Ihr Nachbar einen Holzofen in seinem Privathaushalt betreibt. Vorausgesetzt, dieser Ofen entspricht den gesetzlichen Anforderungen und auch die Nutzung erfolgt rechtmäßig.

Ein Grundstückseigentümer baute in sein Wohnzimmer einen Holzofen ein. An der Hauswand wurde ein Edelstahlrohr als Schornstein installiert. Der Bezirksschornsteinfeger nahm die Anlage ab und bestätigte, die Anlage entspreche den gesetzlichen Vorschriften.

Der Nachbar des ca. 5 Meter entfernten Grundstück fühlte sich durch die Rauchentwicklung und die in sein Haus eindringenden Abgase belästigt. Er fürchtete überdies um seine Gesundheit und forderte deshalb die zuständige Behörde auf, den Ofen stillzulegen. Diese unternahm jedoch nichts, weshalb der Mann den Klageweg beschritt.

Das Oberverwaltungsgericht folgte seinem Begehren aber nicht. Der Nachbar hat keinen Anspruch darauf, dass die Behörde einschreitet. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine Verletzung immissionsschutzrechtlicher Bestimmungen durch den Betrieb des Ofens vor. Die gesetzlichen Grenzwerte werden eingehalten. Der Holzofen ist ordnunggemäß installiert worden und darf auch täglich genutzt werden.

Will der Nachbar sich vor den Abgasen schützen, muss er sein Grundstück gegebenenfalls selbst baulich nachrüsten. Dafür ist er selbst verantworlich (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. 3. 2010, Az. 1 A 10876/09.OVG).

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