Kinderspielplatz im reinen Wohngebiet zulässig

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Kinderspielplätze mit üblicher Ausstattung gehören in die unmittelbare Nähe der Wohnbebauung. Der damit verbundene Kinderlärm ist von Nachbarn und Anwohnern hinzunehmen.

In einem reinen Wohngebiet sollte ein privater Kinderspielplatz errichtet werden. Die Eigentümer des unmittelbar angrenzenden Grundstücks beanstandeten die Planung. Es sei rücksichtslos und unzumutbar, derart lärmintensive Nutzungen in der unmittelbaren Nachbarschaft zuzulassen. Die Grundstückseigentümer zogen vor Gericht jedoch den Kürzeren.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bestätigte die ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts: Kinderspielplätze für Kinder bis 14 Jahren sind in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung grundsätzlich zulässig. Dies gilt für kommunale und auch für private Kinderspielplätze, die für die Kinder des jeweiligen Baugebietes eingerichtet werden sollen.

Der mit der Nutzung des Spielplatztes üblicherweise verbundene Kinderlärm ist ortsüblich, sozial adäquat und mit dem Ruhebedürfnis der Anlieger regelmäßig vereinbar und daher zu dulden. Vorausgesetzt die Spielplätze verfügen über eine übliche Ausstattung. Kinderspielplätze sind baurechlich zulässig - sowohl in Mischgebieten als auch in reinen oder allgemeinen Wohngebieten (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 3. 3. 2008, Az. 8 S 2165/07).

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