Haftung: Skiliftbetreiber muss Metallpfosten an Talstation polstern

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Zur Verkehrssicherungspflicht eines Skiliftbetreibers gehört es, Metallpfosten an einer Talstation des Liftes abzupolstern, um Skifahrer vor Verletzungen zu schützen. Unterlässt er dies, haftet er für mögliche Unfallfolgen.

Ein Skifahrer war im Bereich der Talstation gestürzt und mit einem ungepolsterten Begrenzungspfosten aus Eisen kollidiert. Er zog sich dabei einen 3-fachen, komplizierten Beinbruch zu. Vom hessischen Skiliftbetreiber verlangte er Ersatz des Verdienstausfalls, der Heilbehandlungskosten und ein Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt knapp 14.000 Euro. Er machte geltend, der Liftbetreiber habe seine Verkehrssicherungspflichten verletzt.

Das beurteilten die Richter am Oberlandesgericht Frankfurt/Main genauso. Es ist allgemein bekannt, dass im Bereich der Talstationen besonders viele Skifahrer zusammenkommen, und es dort besonders häufig zu Zusammenstößen und Stürzen kommt. Die Gefährlichkeit des harten und unnachgiebigen Eisenpfostens war für den Liftbetreiber leicht erkennbar. Er hätte daher den Begrenzungspfosten mit Schaumstoff oder Strohsäcken polstern müssen, um seiner Verkehrssicherungspflicht zu genügen (OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 10. 9. 2008, Az. 1 U 184/07, r+s 2008 S. 348).

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