Haftung: Rodeln erfolgt auf eigene Gefahr

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Eine Gemeinde hat auf potenziell gefährliche Rodelpisten im Stadtpark weder hinzuweisen noch muss sie diese sperren. Rodler müssen vielmehr selbst aufpassen.

Ein Schlittenfahrer hatte die Stadt Bochum auf Schadensersatz verklagt. Er war beim Rodeln im Stadtpark über einen Mauerabsatz gestürzt und hatte sich dabei verletzt. Er machte die Stadt verantwortlich. Diese habe ihre Verkehrssicherungspflichten verletzt. Auf die möglicherweise gefährlichen Stellen des Rodelhanges hätte sie hinweisen oder den Hang fürs Rodeln sperren müssen.

Der Rechtsstreit ging bis vor das Oberlandesgericht Hamm. Die Richter dort sahen das anders: Rodeln erfolgt weitgehend auf eigene Gefahr. Wer sich auf einen Schlitten setzt, muss für seine eigene Sicherheit sorgen. Er darf sich insbesondere nicht darauf verlassen, dass ein Hang durchgängig befahrbar ist. Zumal es sich hier um ein Gelände im Stadtpark handelt, das nicht in erster Linie als Piste konzipiert ist (OLG Hamm, Urteil vom 3. 9. 2010, Az. I-9 U 81/10).

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