Haftung: Haftet das Thermalbad für einen Sturz im Außenbereich?

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Wer im Außenbereich eines Thermalbads stürzt, weil der Bodenbelag einen geringfügigen Höhenunterschied aufweist, hat Pech. Schadensersatz gibt es in diesem Fall nicht. Bis zu einem Höhenunterschied von 2 cm heißt es: selbst aufpassen!

Eine Besucherin war im Außenbereich des Thermalbades gestürzt und hatte sich verletzt. Sie verlangte vom Betreiber des Bades Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 25.000 Euro. Der Bodenbelag sei eine "Stolperfalle erster Güte" gewesen. Zwischen den verlegten Waschbetonplatten und einem roten Fliesenband liege ein Niveauunterschied von mindestens 3 cm.

Doch damit hatte sie sich verschätzt. Es war deutlich weniger als 1 cm. Solch ein geringfügiger Höhenunterschied im Bodenbelag ist hinzunehmen. Badegäste müssen mit auf solche Unebenheiten rechnen und vorsichtig gehen. Mit diesem Argument lehnte der Betreiber die Forderungen ab.

Das Landgericht Coburg gab ihm Recht. Badbenutzer haben sich im Außenbereich eines Thermalbades auf Höhenunterschiede im Bodenbelag von bis zu 2 cm einzustellen. Der Sturz der Besucherin war auf ihre eigene Unaufmerksamkeit zurückzuführen. Zumal hier der Wechsel des Bodenbelages auch noch optisch durch verschiedene Farben hervorgehoben war (LG Coburg, Urteil vom 28. 7. 2010, Az. 21 O 249/10).

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