Grundstück: Wohngebäudeversicherung zahlt nicht für Bruch des Regenabflussrohrs

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Wann ist der Rohrbruch versichert? Faustregel: Rohre müssen der Entsorgung versicherter Gebäude dienen, damit der Versicherungsschutz greift. Bricht ein Regenwasserrohr, muss die Versicherung nicht eintreten. Denn ein Regenwasserrohr ist kein Ableitungsrohr der Wasserversorgung.

Am Haus eines Grundstückeigentümers kam es zu einem Schaden durch das Überlaufen der Dachrinne. Ursache: Das Regenabflussrohr außerhalb des Gebäudes war gebrochen. Der Eigentümer wollte daraufhin seine Wohngebäudeversicherung in Anspruch nehmen. Er verlangte Kostenübernahme für die Rohrinspektion und für die Instandsetzung nach dem Kostenvoranschlag einer Fachfirma - insgesamt eine Summe von über 8.700 Euro. Die Versicherung winkte jedoch ab. Dieser Schaden sei vom Versicherungsschutz nicht umfasst.

Das Landgericht Coburg folgte dieser Auffassung. Der Versicherte blieb auf seinem Schaden sitzen. Begründung: Versichert sind nur Ableitungsrohre der Wasserversorgung, soweit diese Rohre der Entsorgung versicherter Gebäude dienen. Dazu zählen Regenabflussrohre nicht. Ausnahme: Führen sie auch häusliche Abwässer ab, sind sie der Wasserversorgung zuzuordnen (LG Coburg, Urteil vom 16. 3. 2010, Az. 23 O 786/09).

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