Grundstück: Lärmbelästigung durch mobilen Schredder ist auf dem Dorf üblich

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Der mobile Schredder einer Grüngutannahmestelle verursacht keinen unzumutbaren Lärm. Die Anwohner in einem Dorfgebiet müssen die Lärmbelästigungen hinnehmen.

Der Eigentümer eines Wohngrundstücks in einem Dorfgebiet setzte sich gegen eine Baugenehmigung für eine Grüngutannahmestelle zur Wehr. Diese sollte auf ein Hofgrundstück unmittelbar neben sein Wohnhaus gebaut werden. Der Mann wandte sich insbesondere gegen die mit dem Betrieb eines mobilen Schredders verbundenen Lärmbelästigungen.

Das Verwaltungsgericht Hannover stellte klar, die von einem mobilen Schredder verursachte Lärm ist sind dem Anwohner zumutbar. Der Immissionsrichtwert von 60 dB(A) entspricht dem, was nach den Bestimmungen der TA Lärm in einem Dorfgebiet als Lärmbelästigung zulässig ist.

Für ländliche Umgebung besteht insofern eine verminderte Schutzbedürftigkeit. Im entschiedenen Fall befanden sich in der Umgebung des Grundstücks mehrere landwirtschaftliche Betriebe und eine Schießsportanlage. Zudem grenzt das Grundstück unmittelbar an den Außenbereich an und muss auch deswegen höhere Immissionen hinnehmen. Einen besseren Schutz oder gar den Schutz eines allgemeinen Wohngebietes (55 dB(A)) kann der Anwohner daher nicht verlangen (VG Hannover, Urteil vom 7. 1. 2011, Az. 4 A 3345/10).

 

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