Grundstück: Lärmbelästigung durch mobilen Schredder ist auf dem Dorf üblich

 - 

Der mobile Schredder einer Grüngutannahmestelle verursacht keinen unzumutbaren Lärm. Die Anwohner in einem Dorfgebiet müssen die Lärmbelästigungen hinnehmen.

Der Eigentümer eines Wohngrundstücks in einem Dorfgebiet setzte sich gegen eine Baugenehmigung für eine Grüngutannahmestelle zur Wehr. Diese sollte auf ein Hofgrundstück unmittelbar neben sein Wohnhaus gebaut werden. Der Mann wandte sich insbesondere gegen die mit dem Betrieb eines mobilen Schredders verbundenen Lärmbelästigungen.

Das Verwaltungsgericht Hannover stellte klar, die von einem mobilen Schredder verursachte Lärm ist sind dem Anwohner zumutbar. Der Immissionsrichtwert von 60 dB(A) entspricht dem, was nach den Bestimmungen der TA Lärm in einem Dorfgebiet als Lärmbelästigung zulässig ist.

Für ländliche Umgebung besteht insofern eine verminderte Schutzbedürftigkeit. Im entschiedenen Fall befanden sich in der Umgebung des Grundstücks mehrere landwirtschaftliche Betriebe und eine Schießsportanlage. Zudem grenzt das Grundstück unmittelbar an den Außenbereich an und muss auch deswegen höhere Immissionen hinnehmen. Einen besseren Schutz oder gar den Schutz eines allgemeinen Wohngebietes (55 dB(A)) kann der Anwohner daher nicht verlangen (VG Hannover, Urteil vom 7. 1. 2011, Az. 4 A 3345/10).

 

Weitere News zum Thema

  • Eigentümergemeinschaft kann Grundstück kaufen

    [] Wohnungseigentümer dürfen per Mehrheitsbeschluss darüber entscheiden, ob die Wohnungseigentümergemeinschaft ein Grundstück kauft oder nicht. Allerdings muss der Erwerb des Grundstücks ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen. mehr

  • Wer haftet für Müllgebühren?

    [] Zahlt der Mieter die fälligen Abfallgebühren nicht, kann die zuständige Behörde die ausstehenden Gebühren vom Grundstückseigentümer auch nachträglich verlangen. mehr

  • WEG: Kein Recht auf einen Pool

    [] Der Bau eines Privatpools ist nicht vom Sondernutzungsrecht an einer Terrasse und Gartenoberfläche gedeckt. Vielmehr erfordert ein Pool auf der Terrasse die Zustimmung der übrigen Wohnungseigentümer. mehr

  • Wann ist ein Grundstückskaufvertrag sittenwidrig?

    [] Ob ein Immobilienkaufvertrag wegen eines besonders groben Missverhältnisses zwischen Kaufpreis und Verkehrswert sittenwidrig ist, ist eine Frage des Einzelfalls und der wirtschaftlichen Betrachtung. Trägt der Verkäufer die Erwerbsnebenkosten, die normalerweise vom Käufer zu tragen sind, fließt dies in die Prüfung der Sittenwidrigkeit mit ein. Diese Kosten sind von der Leistung des Käufers abzuziehen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.