Grundstück: Hellhöriges, gebrauchtes Haus ist nicht mangelhaft

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Der Käufer einer gebrauchten Immobilie hat in der Regel keinen Anspruch auf Schadensersatz, wenn sich das erworbene Haus als hellhörig herausstellt. Ob Hellhörigkeit einen Sachmangel darstellt, ist eine Frage des Einzelfalls.

Die Erwerberin einer gebrauchten Doppelhaushälfte verlangte Schadensersatz vom Verkäufer. Denn das Haus stellte sich nach dem Einzug als besonders hellhörig heraus. Darin sah die neue Eigentümerin einen Mangel der Immobilie.

Der Bundesgerichtshof bestätigte mit einer aktuellen Entscheidung seine bisherige Rechtsprechung: Die Hellhörigkeit eines gebrauchten Hauses stellt keinen Sachmangel dar, wenn keine abweichende Beschaffenheit vereinbart wurde und kein Baumangel vorliegt.

Den Verkäufer trifft insofern keine generelle Offenbarungspflicht. Das gilt selbst dann, wenn er weiß, dass sein zum Verkauf stehendes Haus hellhörig ist und er damit rechnet, dass dies auf einem Baufehler beruht. Ob und wann er also einen Kaufinteressenten auf Schallschutzdefizite aufmerksam machen muss, ist eine Frage des Einzelfalles (BGH, Beschluss vom 12. 3. 2009, Az. V ZR 161/08, GE 2009 S. 548).

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