Entlaufener Hund: Halter wird für Feuerwehrkosten zur Kasse gebeten

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Wenn Sie nicht auf den Hund kommen wollen, sollten Sie Ihren liebestollen Rüden nicht ohne Aufsicht lassen. Denn diese neigen zu unüberlegten Handlungen im Straßenverkehr, und das kann teuer werden.

Ein zunächst angeleinter Hund, ein Deutscher-Bracke-Rüde, riss sich los, verließ das Grundstück seines Herrchens  und lief herrenlos durch die Straßen seines Heimatortes. Ziel war eine in der Nähe wohnende läufige Hundedame. Deren Halterin, die weder den Hund noch den Halter kannte, nahm sich des Tieres an. Sie informierte die Berufsfeuerwehr, damit der herrenlose Hund abgeholt werde, was dann auch geschah. Die ganze Aktion dauerte länger als eine Stunde. Hierfür präsentierte man dem Hundehalter eine Rechnung in Höhe von 180 Euro.

Dieser wollte allerdings nicht zahlen. Das Tier sei keineswegs herrenlos gewesen. Auf der Innnenseite seines Halsbandes, an dem noch ein Teil der Hundeleine hing, habe sich seine Telefonnummer befunden. Auch sonst habe keine Gefahr bestanden. Die Feuerwehraktion sei nicht nötig gewesen.

Diese Argumentation nützte dem Mann nichts. Bei einem mittelgroßen Jagdhund, der sich frei im öffentlichen Verkehrsraum bewegt, muss jederzeit von einer Gefährdung der Verkehrsteilnehmer ausgegangen werden. Das gilt insbesondere dann, wenn sich der Hund auf Brautschau befindet.

Im Übrigen ist anderen Personen nicht zumutbar, ein unbekanntes Tier zu untersuchen, ob sich womöglich am Halsband ein Hinweis auf den Besitzer findet. Schließlich kann man nie wissen, wie ein Hund auf eine solche Annäherung reagiert (VG Göttingen, Urteil vom 20.6.2008, Az. A 341/06)

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