12 Prozent Maklerlohn eindeutig zu viel

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Immobilienmakler genießen nicht den besten Ruf. Haben doch Hauskäufer und -verkäufer oft den Eindruck, die Provision stehe in keinem Verhältnis zum Aufwand des Maklers. Das kann man sehen, wie man will. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Diese Erfahrung musste jedenfalls ein Immobilienmakler machen, der am Ende leer ausging.

Der Mann hatte nämlich für seine Tätigkeit ein erfolgsunabhängiges Honorar von 13.340 Euro verlangt. Zusätzlich wollte er noch eine erfolgsabhängige Provision von 12 Prozent des Verkaufspreises.

Die Sache ging vor Gericht und das stellte ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung fest. Folge: Der Vertrag war von Anfang an wegen Sittenwidrigkeit null und nichtig.

Sittenwidrigkeit liegt vor, wenn der Preis doppelt so hoch ist, wie der Wert der Gegenleistung bzw. der marktübliche Preis. Üblich sind beim Verkauf eines Grundstücks bis zu 5 Prozent des Kaufpreises (OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 5.2.2008, Az. 18 U 59/07)


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