Pausenhoflärm von Grundschulkindern ist hinzunehmen

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Lärmende Grundschulkinder auf dem Pausenhof sind kein schädlicher Lärm. Diese Lärmbelästigung ist von Anwohnern zu dulden – ebenso wie Geräuscheinwirkungen von Kindertagesstätten oder Kinderspielplätzen.

Die Anwohner einer privaten Grundschule in Berlin-Zehlendorf sahen sich durch die Pausenhofgeräusche der Grundschulkinder gestört. Sie befürchteten durch eine Erweiterung des Schulbetriebs eine erhebliche Zunahme der Lärmbelästigung. Denn die Grundschule stockte ihre Schülerzahl von 100 auf 127 auf.

Die Nachbarn waren der Meinung, eine solche Erweiterung sei im allgemeinen Wohngebiet unzulässig. Zudem verlangten sie, es müsse eine Lärmschutzmauer errichtet werden, und sie forderten den Einbau von schallisolierten Fenstern in den Gymnastik- und Musikräumen.

Das Verwaltungsgericht Berlin sah nachbarschützende Interessen jedoch nicht als verletzt an. Eine private Grundschule mit rund 130 Schülern darf in einem allgemeinen Wohngebiet unterhalten werden. Die Schülerzahl ist als ortsüblich anzusehen.

Da der Schulbetrieb nur werktags von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr stattfindet, gibt es große Zeitfenster, in denen von dem Schulgrundstück überhaupt keine Geräuschimmissionen ausgehen.

Die Lärmimmission, die mit dem Pausenhofbesuch verbunden ist, ist zudem nach dem Toleranzgebot im Bundesimmissionsgesetz zu dulden. Danach haben Nachbarn Lärm durch spielende Kinder als sozialadäquat hinzunehmen.

Fazit: Die Schule darf die neuen Schüler aufnehmen, ohne dass bauliche Änderungen vorzunehmen sind (VG Berlin, Urteil vom 25.6.2014, VG 13 K 109.12 ).

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