Gebäudeversicherung: Wer haftet für Frostschaden im Ferienhaus?

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Für einen Frostschaden in einem Ferienhaus muss die Gebäudeversicherung aufkommen, wenn die Heizungsanlage zur Frostsicherung ein Ferienprogramm enthält und die Anlage entsprechend ihrem Alter regelmäßig kontrolliert wird.

In einem Ferienhaus war eine Heizungsanlage (Baujahr 2009) installiert. Im Februar 2012 war das Haus nicht bewohnt. Es war ein strenger Winter mit 2-stelligen Minusgraden. Im Haus fiel die Heizungsanlage aus und es entstand ein Wasserschaden in Höhe von rund 11.000,00 €.

Den verlangte der Eigentümer des Hauses von seiner Gebäudeversicherung erstattet. Die Ventile der Heizung haben auf Sternstufe bzw. Stufe eins gestanden. Damit sei die Frostsicherung gewährleistet. Zudem habe ein beauftragtes Ehepaar das Ferienhaus 2-mal wöchentlich kontrolliert und dabei auch auf die Heizung geachtet. Der Versicherer weigerte sich zu zahlen, die Frostsicherung sei nicht ausreichend gewesen.

Das Oberlandesgericht Oldenburg sprach dem Eigentümer jedoch bis auf einen kleinen Teilbetrag die geforderte Summe zu. Dem Versicherungsnehmer kann keine sogenannte Obliegenheitsverletzung vorgeworfen werden.

Das Ferienhaus war ausreichend beheizt und gegen Frost gesichert. Die Ventile der Heizkörper standen zumindest auf der Sternstufe und das Ferienprogramm der Heizungsanlage enthielt eine Frostsicherung.

Die Anlage ist auch ausreichend oft und gründlich kontrolliert worden – 2-mal pro Woche ist für ein Ferienhaus ausreichend. Das gilt nach allgemeiner Verkehrsanschauung auch für eine im Schadenszeitpunkt drei Jahre alte Heizungsanlage. Der Grundstückseigentümer ist nicht verpflichtet, die Heizung so häufig zu kontrollieren, dass er jeden Frostschaden auch bei einem plötzlichen Ausfall der Heizung verhindern kann (OLG Oldenburg, Urteil vom 23.12.2015, 5 U 190/14 ).

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