Hund darf während der Arbeit nicht im Auto gehalten werden

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Tierhalter müssen ein Tier artgerecht halten. Gegen diesen tierschutzrechtlichen Grundsatz verstößt, wer seinen Hund während der Arbeitszeit in ein Kfz einsperrt. Das gilt selbst dann, wenn das Tier in den Arbeitspausen Gassi geführt wird.

Die Hündin Cosima musste an vier Arbeitstagen pro Woche für je acht Stunden im Auto auf ihr Herrchen warten. Dazu kamen lange Fahrten von und zur Arbeit. Der Hundehalter macht geltend, die Hündin erhalte in den Arbeitspausen Auslauf und werde auch sonst beschäftigt. Doch bis auf kurze Unterbrechungen blieb das Tier die restliche Zeit des Arbeitstages im Auto eingesperrt.

Hier liegt ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor, befanden die Richter am Verwaltungsgericht Stuttgart. Sie untersagten dem Halter, das Tier weiterhin während der Arbeitszeit in einem Kraftfahrzeug zu halten. Im Fall der Zuwiderhandlung droht ein Zwangsgeld in Höhe von 400,00 €.

Ein Tierhalter muss nach den Regelungen des Tierschutzgesetzes sein Tier artgerecht halten und verhaltensgerecht unterbringen. Gegen des Gebot der verhaltensgerechten Unterbringung hat der Halter hier verstoßen. Ein Kfz eignet sich nicht zur Unterbringung von Hunden über mehrere Stunden, allenfalls zu deren Transport. Das ergibt sich aus den Vorgaben für eine Zwingerhaltung, die auf ein Kfz entsprechend anzuwenden sind.

Daran ändert auch der Umstand nichts, dass Cosima regelmäßig Auslauf gewährt wird. Gleichwohl bleibt die Hündin über viele Stunden im Auto eingesperrt. Dort ist sie auf Dauer nicht ausreichend gegen Kälte und Hitze geschützt und hat keinen ausreichenden Raum zur Bewegung (VG Stuttgart, Urteil vom 18.9.2013, 4 K 2811/13 ).

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