Teilzeitarbeit: Kein monatlicher Wechsel von Vollzeit auf arbeitsfrei

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Ein Arbeitnehmer hat keinen Anspruch auf Teilzeitarbeit in Monatsblöcken. Der Teilzeitwunsch muss sich vielmehr im Rahmen des bisherigen Arbeitszeitmodells bewegen, das heißt in der Regel in der Arbeitswoche.

Eine im öffentlichen Dienst beschäftigte Verwaltungsangestellte wollte ihre Arbeitszeit verringern. Sie beantragte bei ihrem Arbeitgeber eine Verringerung um 50 Prozent. Sie wollte dabei im Wechsel jeweils einen Monat arbeiten und einen Monat ganz frei haben. Aufgrund einer psychischen Erkrankung benötige sie längere Arbeitspausen, um sich zu erholen, so die Begründung.

Der Arbeitgeber gab dem Teilzeitantrag statt, lehnte aber die gewünschte Arbeitszeitverteilung in Monatsblöcke ab. Er bot der Arbeitnehmerin stattdessen an, sie könne 2 1/2 Tage pro Woche arbeiten. Damit war sie jedoch nicht einverstanden. 

Das Landesarbeitsgericht Köln lehnte den Verteilungswunsch mit Blick auf das Gesetz ebenfalls ab. § 8 TzBfG setzt voraus, dass sich der Teilzeitwunsch "im Rahmen des bisher praktizierten Arbeitsverhältnisses" bewegt. Eine Arbeitnehmerin, die nach dem einschlägigen Tarifvertrag 39 Stunden pro Woche arbeitet, hat als Bezugsrahmen somit eine Wochenarbeitszeit. Innerhalb derer ist der Teilzeitwunsch zu realisieren.

Folge: Ein Wechsel von einer monatlichen Vollzeitbeschäftigung auf einen arbeitsfreien Monat ist nicht möglich. Vielmehr sind in jeder Arbeitswoche Arbeitsstunden zu leisten. Auf Nullarbeitszeit für bestimmte Arbeitswochen besteht kein Rechtsanspruch (LAG Köln, Urteil vom 23. 11. 2009, Az. 5 Sa 601/09).

 

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