Schule: Zweites Schulhalbjahr darf doppelt gewertet werden

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Ein Lehrer darf bei Ermittlung der Jahreszeugnisnote Leistungen des zweiten Halbjahrs doppelt gewichten. Das ist rechtlich nicht zu beanstanden.

Das Jahresendzeugnis eines Schülers wies in zwei Fächern die Note "mangelhaft" auf. Weil er diese Noten nicht ausgleichen konnte, wurde er nicht in die Klasse 11 versetzt. Beim zuständigen Verwaltungsgericht klagte er gegen die Nichtversetzung und monierte, die Fünf in der Jahreszeugnisnote in einem der beiden Fächer sei unzutreffend berechnet. Der Lehrer habe die Leistungen im zweiten Schulhalbjahr im Vergleich zu denen aus dem ersten Schulhalbjahr doppelt gewichtet.

Das Verwaltungsgericht Mainz lehnte den Eilantrag ab. Die Nichtversetzung ist rechtmäßig. Die Ermittlung der Jahresnote ist rechtlich nicht zu beanstanden. Die maßgeblichen schulrechtlichen Vorschriften enthalten keine rechnerischen Vorgaben, wie die Jahreszeugnisnote zu berechnen ist. Vorgabe ist lediglich, dass Jahreszeugnisnoten aufgrund der Leistungen im gesamten Schuljahr unter stärkerer Berücksichtigung der Leistungen im zweiten Schulhalbjahr festgelegt werden.

Somit steht es im Rahmen des pädagogischen Bewerbungsspielraums einer Lehrkräften frei, bei der Ermittlung der Jahreszeugnisnote am Ende einer Klassenstufe die Leistungen der Schüler im ersten und zweiten Schulhalbjahr im Verhältnis 1:2 zu gewichten (VG Mainz, Beschluss vom 27. 8. 2010, Az. 6 L 857/10.MZ).

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