Schule: Schlägerei kann Schulausschlus nach sich ziehen

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Zettelt ein Berufsschüler eine Schlägerei an und verletzt dabei seine Mitschüler, rechtfertigt dies einen dauerhaften Schulausschluss auch ohne Vorwarnung.

Ein Berufsschüler hatte gemeinsam mit drei Helfern dem Ex-Freund seiner Freundin aufgelauert, weil dieser ihr eine SMS geschickt hatte. Der eifersüchtige junge Mann hat dabei mit dem Rivalen zunächst einen Streit, dann eine Schlägerei angezettelt. Dabei verwendete er ein Schlagwerkzeug.

Folge: Der Ex-Freund erlitt einen Schlüsselbeinbruch. Auf ihn trat der Täter auch noch ein, nachdem er bereits am Boden lag. Ein unbeteiligter Dritter erlitt einen Nasenbeinbruch. Mehrere Zeugen wurden beleidigt und bedroht.

Die Schlägerei hatte weitere Folgen. Die Berufsschule verwies den Schüler mit sofortiger Wirkung und dauerhaft von der Schule. Dagegen legte dieser Widerspruch ein. Der Schulausschluss sei unverhältnismäßig. Außerdem stünde die Schlägerei und der Schulbesuch nicht in einem Zusammenhang. Schließlich dauere das strafrechtliche Ermittlungsverfahren noch an.

Der Prüfung durch das Verwaltungsgericht Koblenz hielt der Schulausschluss jedoch stand. Die Richter bewerteten die Körperverletzung als derart gravierendes Fehlverhalten, dass ein Schulausschluss auch ohne Vorwarnung möglich ist.

Sie erkannten in der Agression und dem Verhalten des Schülers eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit seiner Mitschüler und für den störungsfreien Unterricht, würde er dauerhaft an der Schule bleiben. Da die Schulleitung ihre Schüler nicht dem Risiko aussetzen darf, ebenfalls Opfer solcher unberechenbarer Übergriffe zu werden, ist der Schulausschluss gerechtfertigt (VG Koblenz, Beschluss vom 28. 7. 2011, Az. 7 L 616/22.KO).

 

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