Kein Anspruch auf jederzeit rauchfreien Arbeitsplatz

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Ein Zugprüfer wurde an einen anderen Bahnhof versetzt. Er wehrte sich gegen die Versetzung. Diese sei unzumutbar, weil es an seinem neuen Arbeitsort keine rauchfreien Arbeitplätze gebe. Seine Kollegen rauchen zeitweise, wenn er nicht da sei. Er beschwerte sich über die Geruchsbelästigung durch "kalten Zigarettenrauch". Der passionierte Nichtraucher verlangte einen jederzeit rauchfreien Arbeitplatz. Das Rauchverbot müsse auch außerhalb seiner Dienstzeiten bestehen. Der Arbeitgeber berief sich hingegen darauf, seine Mitarbeiter ausreichend vor Tabakrauch zu schützen. Der Arbeitsplatz sei mit einer Abluftanlage ausgestattet, die an eine Zeitschaltuhr gekoppelt ist. Die Lüftung werde eine Stunde vor Dienstbeginn in Betrieb gesetzt.


Das Landesarbeitsgericht Berlin entschied: Die Arbeitstättenverordnung bestimmt, dass Arbeitnehmer vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt werden müssen. Geschützt werden soll vor den Gefahren des Passivrauchens. Der Nichtraucherschutz geht jedoch nicht soweit, dass ein Arbeitsplatz jederzeit rauchfrei gehalten wird. Die Mitarbeiter werden nicht vor Tabakgerüchen geschützt, die selbst nach gründlichem Lüften längere Zeit in der Luft hängen. LAG Berlin, Urteil v. 18.3.2005, Az. 6 Sa 2585/04

Wenn Sie mehr zum Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz wissen wollen, dann lesen Sie "Rechtstipps - Der Rechtsberater".
 

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