Fußball-EM am Arbeitsplatz: Was ist erlaubt?

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Die Euphorie der Fußball-Fans bekommt einen Dämpfer, wenn sie sich den Spielplan anschauen. Schließlich sind sie nicht nur fußballbegeistert, sondern auch gleichzeitig Arbeitnehmer. Doch viele Partien werden vor Feierabend angepfiffen. Deshalb fragen sich die Fans: Ist Fernsehen während der Arbeitszeit erlaubt? Darf man die Spiele über Radio oder im Internet verfolgen? Was ist mit einem Bierchen am Arbeitsplatz? Darf man im Fußball-Trikot zur Arbeit kommen?

 • Der Grundsatz lautet: "Dienst ist Dienst"
Sie haben keinen Anspruch darauf, die Fußballspiele am Arbeitsplatz verfolgen zu dürfen. Allerdings können Sie auf einen verständnisvollen Chef hoffen und im Einzelfall fragen. Stimmt er zu, können Sie beispielsweise aus Anlass des Spiels Ihrer Lieblingsmannschaft Überstunden abbauen, morgens früher anfangen und "vorarbeiten", um zum Anpfiff pünktlich daheim zu sein, oder gar am Arbeitsplatz gemeinsam mit den Kollegen der Fußballbegeisterung am Fernseher frönen.

 • Das gilt für Fernseher, Radio und Internet

Wer bislang keinen Fernseher im Büro hatte, darf auch für die Dauer der EM keinen anschließen. Wer über einen TV-Anschluss verfügt, sollte dennoch seinen Arbeitgeber fragen, ob er die Fußballübertragung einschalten darf.

Auch wer über Radio im Stadion dabei sein sollte, ist gut beraten, den Chef vorher zu fragen. In der Praxis ist allerdings Radiohören im Betrieb häufig erlaubt - solange die Kollegen dadurch nicht gestört werden und Sie Ihre Arbeit erledigen.

Beim Fußballgenuss über Internet - sei es mittels EM-Ticker oder wenn Sie auf bewegte Bilder aus dem Internet zugreifen (sogenanntes "Streaming") - sind Einschränkungen zulässig. Hier gilt: Hat der Arbeitgeber die private Nutzung des Internets verboten, ist auch die EM online tabu.

Wollen Sie mehr dazu wissen? Als Abonnent können Sie sich anhand des Redaktionellen Beitrags "Aufgepasst, wenn Sie E-Mail, Internet und Telefon am Arbeitsplatz privat nutzen" ausführlich darüber informieren.


 • Das gilt für Alkohol am Arbeitsplatz

Alkohol am Arbeitsplatz ist in der Regel durch entsprechende Regelungen in Arbeits- oder Tarifverträgen eingeschränkt oder verboten. Daran sind Sie auch während der Fußball-EM gebunden. Das Bierchen mit den Kollegen sollten Sie deshalb besser nach Feierabend genießen.

 
 • Das gilt für die Kleiderordnung
Auch mit dem EM-Outfit sollten Sie je nach Branche zurückhaltend sein. Sind Sie in einer Mode-Boutique beschäftigt, dürfen Sie durchaus im Nationaltrikot zur Arbeit erscheinen. Tragen Sie dagegen üblicherweise einen "Business-Dress" (z. B. als Bankangestellter), sollten Sie sich auch während der EM branchenüblich kleiden und das Fan-T-Shirt erst nach Dienstschluss überziehen.

Rechtstipp

Auf keinen Fall sollten Sie "krank feiern" oder eigenmächtig Urlaub nehmen, um ein Spiel zu sehen, denn Sie riskieren dafür eine Abmahnung und es droht Ihnen unter Umständen sogar eine Kündigung. Das gilt auch bei einem Verstoß gegen das Alkoholverbot und die betriebliche Kleiderordnung. Denken Sie stets daran: Nach dem Ende der EM geht das Arbeitsleben weiter!

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