Ausschluss von Klassenfahrt zulässige Erziehungsmaßnahme

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Ein Schüler darf von der Teilnahme an einer Klassenfahrt ausgeschlossen werden, wenn er mit seinem undisziplinierten Verhalten fortwährend den Unterricht stört.

Einem 16-jährigen Gymnasiasten wurde die Teilnahme an der Klassenfahrt nach Rom versagt. Die Klassenkonferenz hatte diese Ordnungsmaßnahme beschlossen, weil der Schüler ständig den Unterricht gestört bzw. unmöglich macht. Unter anderem hatte er während des Unterrichts Mitschüler beschimpft und den Unterricht von Lehrern missbilligend kommentiert. Weil der Schüler aber mit auf Klassenfahrt gehen wollte, versuchte er, auf dem Rechtsweg seine Teilnahme durchzusetzen. Ohne Erfolg.

Das Verwaltungsgericht Berlin entschied: Der Ausschluss von der Klassenfahrt war als letztes Mittel rechtmäßig. Der Schüler fiel seit Beginn seiner Schulzeit fortwährend durch Unterrichtsstörungen und Disziplinlosigkeiten auf. Er ist uneinsichtig und unbelehrbar. Zahlreiche Abmahnungen und andere Erziehungsmaßnahmen erwiesen sich als nicht mehr erfolgversprechend. Deshalb konnte die Klassenkonferenz den Ausschluss beschließen. Denn gerade auf Klassenfahrten darf von den Schülern diszipliniertes und die Autorität der begleitenden Lehrer achtendes Verhalten erwartet werden (VG Berlin, Beschluss vom 30. 6. 2008, Az. VG 3 A 219.08).

Was Eltern und Schüler an der rechtlichen Seite des Schulbesuches noch interessiert, erfahren Sie in den "Rechtstipps" in Gruppe 6.

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