Arbeitszeugnis: Name muss richtig geschrieben werden

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Als Arbeitnehmer dürfen Sie die Berichtigung eines Arbeitszeugnisses verlangen, wenn Ihr Name im Arbeitszeugnis nicht richtig geschrieben ist.

Ein Kündigungsrechtsstreit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer endete mit einem gerichtlichen Vergleich. Darin wurde der Arbeitgeber verpflichtet, seinem ehemaligen Mitarbeiter ein wohlwollendes qualifiziertes Zeugnis auszustellen. Dem kam der Chef auch nach. Allerdings unterliefen ihm zwei Fehler: Der Familienname des Arbeitnehmers wurde falsch geschrieben und statt dem 31.10.2007 wurde als Beendigungsdatum der 30.10.2007 angegeben. Der Arbeitnehmer verlangte die Berichtigung des Zeugnisses.

Das Landesarbeitsgericht Hessen stellte ausdrücklich klar: Das Zeugnis ist formell nicht in Ordnung und muss neu erteilt werden. Der Arbeitgeber ist seiner Zeugnispflicht nicht ausreichend nachgekommen. Vor- und Nachnamen des Arbeitnehmers müssen richtig geschrieben werden, damit dieser eindeutig zu identifizieren ist.

Ein Zeugnis muss auch das korrekte Beendigungsdatum angeben. Unterlaufen dem Arbeitgeber hier Fehler, wiegt das besonders schwer. Denn "krumme" Beendigungsdaten - also nicht zum Monatsletzten - weisen mitunter auf eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses hin (z. B. im Rahmen einer außerordentlichen Kündigung). Ist also der letzte Tag eines Monats gemeint, muss er auch korrekt wiedergegeben werden. Dies insbesondere, um potenzielle Arbeitgeber nicht auf eine "falsche Fährte" zu setzen (LAG Hessen, Urteil vom 22. 9. 2008, Az. 12 Ta 250/08).

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