Arbeitszeugnis: Nachweispflicht für Zeugnis-Erteilung trifft den Arbeitgeber

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Ein Arbeitgeber muss nachweisen, dass er einem Mitarbeiter ein Arbeitszeugnis erteilt hat. Geht das Zeugnis auf dem Postweg verloren, muss er notfalls ein neues Originalzeugnis ausstellen.

Klassischer Fall: Ein Arbeitnehmer behauptet, sein Arbeitszeugnis nie erhalten zu haben. Der Arbeitgeber behauptet, das Zeugnis ordnungsgemäß zur Post gegeben zu haben. Als der Ex-Mitarbeiter daraufhin ein neues Zeugnis verlangte, weigerte sich der ehemalige Chef beharrlich.

Vor dem Arbeitsgericht verlor der Arbeitgeber. Ihm wurde ein Zwangsgeld von € 600,- angedroht, wenn er kein neues Zeugnis ausstellt, oder gar Zwangshaft. Dagegen setzte sich der Chef zur Wehr.

Er zog den Kürzeren. Das Landesarbeitgericht Rheinland-Pfalz entscheid: Mitarbeiter haben einen Zeugnisanspruch. Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass er das Arbeitszeugnis ausgestellt hat, und er muss alles ihm Zumutbare tun, um den Anspruch zu erfüllen.

Geht das Zeugnis auf dem Postweg verloren, hat er notfalls ein neues Originalzeugnis auszustellen. Außerdem muss er sicherstellen, dass der Mitarbeiter das Schriftstück abholen kann. Weigert er sich, drohen zurecht Zwangsgeld oder Zwangshaft (LAG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 15. 3. 2011, Az. 10 Ta 45/11).

 

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