Arbeitsverhältnis: Wiederholtes Schlafen am Arbeitsplatz rechtfertigt Kündigung

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Wer wiederholt am Arbeitsplatz schläft und seinen Platz während der Kernarbeitszeit eigenmächtig verlässt, riskiert eine ordentliche verhaltensbedingte Kündigung - selbst als langjähriger Mitarbeiter. Vorausgesetzt wird allerdings, dass diese Pflichtverletzungen erfolglos abgemahnt wurden.

Eine langjährige Mitarbeiterin war von ihrem Arbeitgeber mehrfach schlafend am Arbeitsplatz angetroffen. Sie hatte zudem wiederholt den Arbeitsplatz verlassen, obwohl während der Kernarbeitszeiten Anwesenheitspflicht bestand. Der Arbeitgeber mahnte die mehr als 15 Jahre bei ihm beschäftigte Mitarbeiterin ordnungsgemäß ab. Ohne Erfolg. Als er sie wieder schlafend vorfand, kündigte er das Arbeitsverhältnis ordentlich.

Das Arbeitsgericht Cottbus bestätigte die Wirksamkeit der Kündigung. Die Mitarbeiterin ist erfolglos abgemahnt worden. Es ist auch künftig mit ähnlichen Vertragspflichtverletzungen zu rechnen. Ein solches Verhalten ist dem Arbeitgeber auch bei einem langjährigen Mitarbeiter auf Dauer nicht zumutbar. Deshalb durfte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis verhaltensbedingt kündigen (ArbG Cottbus, Urteil vom 6. 10. 2009, Az. 6 Ca 652/09).

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