Arbeitsverhältnis: Verstoß gegen betriebliches Rauchverbot rechtfertigt Kündigung

 - 

Wer mehrfach gegen ein betriebliches Rauchverbot verstößt, dem darf gekündigt werden. Dies gilt auch für langjährig Beschäftigte, wenn diese zuvor wiederholt erfolglos abgemahnt wurden.

Ein Lagerarbeiter war in einem Lebensmittelbetrieb beschäftigt. Im Lager galt ein Rauchverbot. Trotzdem wurde der Arbeitnehmer dort rauchend angetroffen und abgemahnt. Weniger als drei Monate später wurde der Mann erneut beim Rauchen erwischt und ihm wurde fristgerecht gekündigt. Allerdings bauten Geschäftsleitung und Betriebsrat dem Mitarbeiter wegen seines Alters und seiner langen Betriebszugehörigkeit nochmals eine Brücke und vereinbarten einen Vorbehalt. Die Kündigung sollte zurückgenommen werden, wenn der Lagerist innerhalb der Kündigungsfrist nicht mehr gegen das Rauchverbot verstößt. Doch der Mann wurde rückfällig und rauchte erneut im Lager. Daraufhin wurde ihm erneut gekündigt.

Diese Kündigung hielt jedoch der Prüfung durch das Landesarbeitsgericht Köln stand. Der Arbeitnehmer hat ein betriebliches Rauchverbot mehrfach missachtet. Dies rechtfertig eine verhaltensbedingte Kündigung, wenn er zuvor erfolglos abgemahnt wurde. Dies gilt auch für den Fall, dass eine bereits ausgesprochene ordentliche Kündigung nur mit Rücksicht auf eine lange Betriebszugehörigkeit unter Bewährungsvorbehalt gestellt wurde. Der drohende Verlust seines Arbeitsplatzes wird dem Arbeitnehmer damit ausreichend deutlich gemacht (LAG Köln, Urteil vom 1. 8. 2008, Az. 4 Sa 590/08).

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.