Arbeitsverhältnis: Tragen der Pilotenmütze darf nicht nur für Männer Pflicht sein

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Ein Pilot muss seine Cockpit-Mütze im öffentlichen zugänglichen Flughafengelände nicht tragen, solange der Arbeitgeber dies ausschließlich dem männlichen Cockpitpersonal vorschreibt. In der einseitigen Dienstvorschrift liegt eine Diskriminierung wegen des Geschlechts.

Eine Fluggesellschaft verlangte von ihrem männlichen Cockpitpersonal im öffentlichen Bereich des Flughafens die Pilotenmütze zu tragen. Für weibliche Mitarbeiter gibt es keine entsprechende Regelung.

Als ein Pilot diese Kleidervorschrift missachtete, handelte er sich einen Eintrag in die Personalakte ein. Das wollte sich der Mitarbeiter nicht gefallen lassen und klagte.

Das Arbeitsgericht Köln stellte klar, einem Arbeitgeber steht in Bezug auf das äußere Erscheinungsbild seiner Mitarbeiter ein weitreichendes Weisungsrecht zu. Er kann also grundsätzlich das Tragen von Dienstkleidung verlangen (z. B. eine bestimmte Uniform).

Ausnahmen bestätigen die Regel. So darf er diese Verpflichtung nicht in jedem Fall vom Geschlecht des Arbeitnehmers abhängig machen. Darin kann eine unzulässige geschlechtsbezogene Diskriminierung liegen. Beispielsweise wenn das Tragen der Pilotenmütze im öffentlichen Flughafenbereich nur männlichen Mitarbeitern vorgeschrieben ist.

Fazit: Der Arbeitgeber muss den Eintrag aus der Personalakte entfernen (ArbG Köln, Urteil vom 5. 4. 2011, Az. 12 Ca 8659/10).  

 

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