Arbeitsverhältnis: Kündigung mit dem Zusatz "i. A." wirksam?

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Eine Kündigung, die mit dem Zusatz "i. A." (im Auftrag) unterzeichnet wurde, kann formwirksam sein. Hierbei kommt es auf die Gesamtumstände an. Wurde der Arbeitnehmer beispielsweise durch diesen Vertreter bereits eingestellt und enthielt auch der Arbeitsvertrag den Zusatz "i. A.", ist die Schriftform der Kündigung gewahrt.

Einem Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma wurde gekündigt. Das Kündigungsschreiben war mit dem Zusatz "i. A." unterzeichnet. Der Mitarbeiter erhob Kündigungsschutzklage und rügte, die Kündigung sei formal unwirksam. Die Kündigung sei weder vom Arbeitgeber selbst noch von seinem Vertreter, sondern nur von einem "im Auftrag" handelnden Erklärungsboten unterzeichnet worden. Der Arbeitgeber verwies hingegen darauf, dass die Kündigung von derselben Personaldisponentin unterzeichnet worden sei, die zuvor auch das Einstellungsgespräch mit dem Mitarbeiter geführt, seinen Arbeitsvertrag sowie die der Kündigung vorausgegangene Abmahung unterzeichnet hatte. Alle Unterschriften leistete sie mit dem Zusatz "i. A.". Sie habe trotz des Zusatzes nicht als Erklärungsbotin, sondern als seine Vertreterin gehandelt.

Das Bundesarbeitsgericht gab dem Arbeitgeber insoweit Recht und stellte fest, die Kündigung ist formwirksam. Die ergibt sich aus den Gesamtumständen. Unterzeichnet ein Angestellter des Arbeitgebers auf einem Briefbogen mit dem Briefkopf des Arbeitgebers eine Kündigung, spricht dies dafür, dass der Angestellte als Vertreter des Arbeitgebers und nicht als dessen Bote gehandelt hat. Daran ändert der Zusatz "i. A." vor der Unterschrift in der Regel nichts (BAG, Urteil vom 13. 12. 2007, Az., 6 AZR 145/07, b+p 2008 S. 241).

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