Arbeitsverhältnis: Der Urlaubsabgeltungsanspruch ist nicht vererblich

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Das Bundesarbeitsgericht hat grundsätzlich geklärt, was mit dem Urlaubsanspruch nach dem Tod eines Arbeitnehmers passiert. Der Urlaubsanspruch erlischt mit dem Tod des Arbeitnehmers. Er wandelt sich auch nicht in einen Abgeltungsanspruch um, der auf die Erben übergeht.

Mutter und Sohn sind gemeinschaftliche Erben eines im April 2009 Verstorbenen. Der Mann war seit April 2008 bis zu seinem Tod durchgehend arbeitsunfähig erkrankt, so dass sein Arbeitgeber ihm für 2008 und 2009 keinen Urlaub gewähren konnte. Die Erben verlangten daraufhin die Abgeltung des nicht gewährten Urlaubs.

Das Bundesarbeitsgericht wies die Klage jedoch ab. Begründung: Mit dem Tod des Arbeitnehmers erlischt dessen Urlaubsanspruch. Er wandelte sich nicht nach § 7 Abs. 4 BUrlG in einen Abgeltungsanspruch um und geht daher auch nicht gemäß § 1922 Abs. 1 BGB auf die Erben über (BAG, Urteil vom 20. 9. 2011, Az. 9 AZR 416/10).

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