Schmerzensgeld nach Schulhofschlägerei

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Ein Schüler hatte einen anderen Schüler nach einem Streit mit einem Besenstiel attackiert und dabei leicht verletzt. Die Schulhofschlägerei endete mit einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 250,00 €.

Ein Sechstklässler stritt sich während der Arbeitsgemeinschaft mit einem Schüler aus der neunten Klasse. Was als verbale Auseinandersetzung begann, endete nach der Schulstunde damit, dass der Neuntklässler den Sechstklässler mit einem Besenstiel schlug. Dieser erlitt Prellungen am Unterarm und Oberschenkel. Er verlangte Schmerzensgeld in Höhe von 1,000,-.

Die Polizei leitete wegen des Vorfalls ein Strafverfahren gegen den prügelnden Neuntklässler ein. Er und sein Vater zeigten sich auch bereit, an einem Täter-Opfer-Ausgleich teilzunehmen, woran die Mutter des Opfers und ihr Sohn jedoch kein Interesse hatten.

Das Amtsgericht München sprach dem Schüler ein Schmerzensgeld in Höhe von 250,00 € zu. Das niedrigere Schmerzensgeld gründet sich darauf, dass die Verletzungen geringen waren. Zudem gab es vor der Schlägerei eine verbale Auseinandersetzung mit gegenseitigen Beleidigungen.

Schließlich zeigte der Neuntklässler sowohl im Strafverfahren als auch vor dem Zivilgericht Reue und war zu einer gütlichen Einigung bereit. Das Strafverfahren gegen ihn wurde eingestellt. Ein Täter-Opfer-Ausgleich fand jedoch nicht statt, da er vom Geschädigten abgelehnt worden war (AG München, Urteil vom 24.4.2015, 111 C 24091/14 ).

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