Keine Bewertung einer verlorengegangenen Klausur

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Eine Klausur, die verloren gegangen ist, kann nicht als bestanden bewertet werden. Die fiktive Bewertung einer schriftlichen Arbeit ist nicht möglich, auch wenn sie ohne Verschulden des Prüflings abhanden kam.

Ein Student nahm am Fernstudiengang Energiemanagement der Universität Koblenz-Landau teil. Er schrieb im November 2009 eine Klausur, die verloren ging. Die Universität teilte dem Studenten mit, er habe Anspruch, die Arbeit erneut zu schreiben. Doch der Prüfling wollte die Klausur als bestanden bewertet wissen. Dies lehnte wiederum die Universität ab, weshalb nach erfolglosem Widerspruchsverfahren der Student Klage erhob.

Das Verwaltungsgericht Koblenz entschied, ohne Klausur erfolgt keine Bewertung. Denn bewertet werden nur tatsächlich und eigenverantwortlich vom Prüfling erbrachte Leistungen. Eine fiktive Bewertung der erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten des Studenten ist nicht möglich, auch wenn eine schriftliche Arbeit ohne Verschulden des Prüflings abhandenkommt (VG Koblenz, Urteil vom 26.4.2012, 7 K 619/12.KO ).

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