Kein Anspruch auf Wahl einer bestimmten Grundschulklasse

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Kinder haben keinen Rechtsanspruch auf die Wahl einer konkreten Grundschulklasse. Auch ein verlängerter Schulweg ändert daran nichts.

Ein Schüler wollte einer bestimmten Grundschulklasse zugewiesen werden, um mit seinem Kindergartenfreund in dieselbe Klasse zu gehen und um einen kürzeren Schulweg zu haben, der für die Eltern bequemer ist.

Die Klasse, die der Junge besuchte, wurde in einer Außenstelle der Schule unterrichtet. Die Schulleiterin verteidigte die Einteilung der Klassen mit Hinweis auf die Klassenstärke. In die Wunschklasse des Schülers seien bereits zehn Kinder mehr eingeteilt. Ein weiteres Anwachsen der Klassenstärke laufe den Erziehungs- und Bildungsinteressen der anderen Kinder und Eltern entgegen.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart stellte sich auf die Seite der Schulleitung. Ein Schüler hat keinen Anspruch auf die Wahl einer bestimmten Grundschulklasse. Die Klasseneinteilung lief nach pädagogischen Gesichtspunkten ermessensfehlerfrei ab. Hier wurden die organisatorischen und personellen Belange der betroffenen Schule sowie die Interessen der betroffenen Schüler und Eltern berücksichtigt. Insbesondere wurde darauf geachtet, dass die Klassenstärke der verschiedenen Grundschulklassen nicht noch mehr voneinander abweicht.

Weder begründet ein verlängerter Schulweg eine Grundschulklassenwahl noch die Tatsache, dass ein Kind als einziges seiner Freunde aus der Kindergartengruppe eine andere Schulklasse besucht. Zudem kannte er Junge hier vier Kinder seines ehemaligen Kindergartens, die seine jetzige Klasse besuchen.

Ein Attest, das der Schüler erhebliche psychischen und psychologischen Probleme durch die Klassenzuteilung hat, wurde nicht vorgelegt. Somit liegt umgekehrt die Vermutung nahe, der Schüler ist in seiner Klassengemeinschaft gut integriert und keinesfalls unglücklich (VG Stuttgart, Urteil vom 25.9.2012, 12 K 3033/12 ).

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