Dritte Fremdsprache als Grund für Aufnahme in eine bestimmte Schule?

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Der Wunsch, Italienisch als dritte Fremdsprache zu wählen, rechtfertigt nicht die Aufnahme in eine bestimmte Schule.

Eine Grundschülerin wollte auf ein bestimmtes bilinguales städtisches Gymnasium wechseln. Ihren Wunsch, dort aufgenommen zu werden, begründete sie mit ihrem späteren Berufswunsch. Sie wolle ab Klasse 8 Italienisch lernen, um nach dem Abitur in Siena Musik zu studieren.

Dem Mädchen wurde jedoch die Aufnahme auf die Wunschschule verwehrt. Die Kapazitäten der drei Klassen mit jeweils 30 Schülern waren bereits ausgeschöpft. Bei der Auswahlentscheidung wurden Kriterien wie Geschwisterprivileg, gleiche Grundschulzugehörigkeit und die Schulwegsituation herangezogen. Die Frage nach der dritten Fremdsprache fiel dabei nicht ins Gewicht.

Man verwies die Schülerin deshalb an ein ländliches Bildungszentrum desselben Schultyps, das ebenfalls sprachlich orientiert war. Dort wurde allerdings als dritte Fremdsprache Spanisch, nicht Italienisch anboten. Damit war die Schülerin nicht einverstanden und klagte.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart entschied, die Auswahlentscheidung des Schulträgers ist nicht zu beanstanden. Insbesondere der Wunsch, Italienisch statt Spanisch als dritte Fremdsprache zu lernen, begründet keinen Anspruch auf die Aufnahme in die gewünschte Schule. Der spätere Berufswunsch ist nicht entscheidungserheblich, urteilten die Richter. Niemand weiß heute, welche persönliche und schulische Situation im Jahr 2017 besteht.

Da die beiden hier in Frage stehenden Schulen ansonsten im Wesentlichen vergleichbar waren, durfte der Schulträger die Aufnahme der Schülerin unter Hinweis darauf ablehnen, dass die Aufnahmekapazitäten des gewünschten Gymnasiums ausgeschöpft sind (VG Stuttgart, Urteil vom 8.7.2014, 12 K 2397/14 ).

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