Kein Kündigungsschutz für ehrenamtlich tätige Mitarbeiter

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Wer sich ehrenamtlich engagiert, geht kein Arbeitsverhältnis ein. Folge: Arbeitsrechtliche Schutzvorschriften finden bei Ehrenämtern keine Anwendung. Die Mitarbeiterin einer Telefonseelsorge kann deshalb keine Kündigungsschutzklage erheben.

Einer ehrenamtlich tätigen Telefonseelsorgerin war im Jahr 2010 von einem Tag auf den anderen gekündigt worden - und das mündlich und ohne Begründung. Die Frau hatte zuvor acht Jahre lang zehn Stunden im Monat für die Diakonie Stadtmission gearbeitet. Sie erhielt dafür lediglich eine monatliche Aufwandsentschädigung von rund 30,00 €. Sie erhob daraufhin Kündigungsschutzklage.

Doch bis hin zum Bundesarbeitsgericht hatte sie damit keinen Erfolg. Die Frau ist keine Arbeitnehmerin und fällt deshalb nicht unter den Schutz des Kündigungsschutzgesetzes. Denn ein Arbeitsverhältnis - und somit auch der Kündigungsschutz - ist immer mit Lohn verbunden.

Eine unentgeltliche ehrenamtliche Tätigkeit ist damit nicht gleichzusetzen. Denn sie dient nicht der Existenzsicherung, sondern ist Ausdruck einer inneren Haltung gegenüber Belangen des Gemeinwohls und den Sorgen und Nöten anderer Menschen.

Folge: Ehrenamtliche Mitarbeiter fallen nicht unter den arbeitsrechtlichen Schutz. Sie dürfen deshalb formlos und ohne Angabe von Gründen oder Einhaltung von Fristen entlassen werden (BAG, Urteil vom 29.8.2012, 10 AZR 499/11 ).

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