Sichtbares Groß-Tattoo bedeutet das Aus für einen Polizeibewerber

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Großflächige Tätowierungen auf den Unterarmen (z.B. die Vornamen der Töchter) stellen ein Einstellungshindernis für Bewerber des Polizeivollzugsdienstes dar. Sofern das Tattoo nicht gänzlich von der Sommeruniform bedeckt wird, darf ein Bewerber abgelehnt werden.

Ein Bewerber für den gehobenen Polizeivollzugsdienst hatte großflächig tätowierte Unterarme. Dort waren jeweils auf 15 cm Breite und 2,5 cm Höhe die Vornamen seiner beiden Töchter tätowiert.

Diese Tattoos ließen sich von der Sommeruniform nicht bedecken und erweisen sich als Einstellungshindernis. Die Bewerbung wurde abgelehnt, da die Gefahr bestehe, dass die Autorität eines Polizeibeamten durch Tätowierungen beeinträchtigt werde. Im Dienst müsse Individualität hinter einem neutralen Auftreten zurücktreten.

Der Bewerber war damit nicht einverstanden und schlug vor, auch im Sommer langärmlige Hemden zu tragen. Doch das änderte an der Ablehnung nichts.

Diese wurde auch vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigt. Ein Dienstherr darf in den Verwaltungsvorschriften das äußere Erscheinungsbild seiner Mitarbeiter im Dienst festlegen. Dazu zählt auch das Verbot großflächiger und sichtbarer Tattoos.

Diese Regelung beeinträchtigt potenzielle Bewerber nicht unangemessen. Denn Tattoos sind weiterhin zulässig, sofern sie von der Uniform verdeckt werden oder sonst unauffällig sind (OVG Münster, Urteil vom 26.9.2014, 6 B 1064/14 ).

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