Keine Daten von Ex-Mitarbeitern auf der Homepage des Arbeitgebers

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Stellt ein Arbeitgeber persönliche Daten und Fotos eines Mitarbeiters nach dessen Ausscheiden weiterhin auf der Firmen-Website bereit, verletzt er damit das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers. Dieser kann verlangen, dass die Daten umgehend gelöscht werden.

Ein Rechtsanwältin arbeitete in einer Steuerberater- und Anwaltssozietät. Mit ihrem Einverständnis war während der Dauer des Arbeitsverhältnisses ihr Profil als Rechtsanwältin auf der Homepage der Sozietät geführt. Zudem wurde in einem News Blog der Firmen-Internetseite ihr Profil und Foto veröffentlicht, verbunden mit dem Hinweis, sie verstärke das Anwaltsteam im Bereich Handels- und Gesellschaftsrecht.

Nach ihrem Ausscheiden aus der Kanzlei verlangte die Anwältin von ihrem ehemaligen Arbeitgeber, ihre persönlichen Daten auf beiden Internetseiten zu löschen. Die Sozietät löschte die Daten von ihrer Homepage, nicht aber von der Website des News-Blogs. Hiergegen beantragte die Ex-Mitarbeiterin eine einstweilige Verfügung.

Mit Erfolg. Das Hessische Landesarbeitsgericht wies darauf hin, das eingestellte Profil stellt insbesondere die berufliche Qualifikation der Mitarbeiterin heraus. Dies hat werblichen Charakter. Damit wird der Eindruck erweckt, die Anwältin arbeite nach wie vor für die Kanzlei.

Scheidet der Arbeitnehmer aber aus, muss der Arbeitgeber veröffentlichte Daten des Arbeitnehmers auf der Homepage umgehend löschen (z.B. Name oder Fotos). Andernfalls verletzt er das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers. Denn das berechtigte Interesse des Arbeitgebers an der Veröffentlichung der Daten endet mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses.

Für jeden Fall der Zuwiderhandlung wurde der Kanzlei ein Ordnungsgeld in Höhe von 50.000,00 € angedroht (Hess. LAG, Urteil vom 24.1.2012, 19 SaGA 1480/11 ).

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