Negativer Smiley in Zeugnisunterschrift unzulässig

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Geheimzeichen haben in Arbeitszeugnissen nichts zu suchen. Deshalb ist ein Zeugnis zu berichtigen, wenn sich in der Unterschrift des Arbeitgebers ein Smiley mit heruntergezogenen Mundwinkeln findet. Aber: Versieht der Arbeitgeber seine Unterschrift stets mit einem lachenden Smiley, muss er auch ein Zeugnis so unterschreiben.

Ein Ergotherapeut schied aus einem Arbeitverhältnis aus und erhielt ein Arbeitszeugnis. Er war mit einzelnen Passagen und mit der Bewertung nicht zufrieden, störte sich aber vor allen Dingen daran, dass der Arbeitgeber in den Anfangsbuchstaben G. seiner Unterschrift einen Smiley mit heruntergezogenem Mundwinkel gesetzt hatte. Darin sah der beurteilte Arbeitnehmer ein Zeichen von Missachtung. Schließlich unterschreibe sein Vorgesetzter immer mit einem lachenden Smiley. Das belege auch die Unterschrift in dessen Personalausweis.

Nach Auffassung des Arbeitsgerichts Kiel ist hier eine Zeugnisberichtigung angezeigt. Ein Arbeitnehmer kann verlangen, dass das Zeugnis mit einer Unterschrift unterzeichnet wird, die keinen negativen Eindruck beim potenziellen (neuen) Arbeitgeber erweckt. Denn es darf keine Merkmale enthalten, die darauf gerichtet sind, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen. Ein Smiley mit heruntergezogenen Mundwinkeln beinhaltet aber eine negative Aussage über den Arbeitnehmer.

Außerdem muss der Arbeitgeber so unterschreiben, wie er üblicherweise im Rechtsverkehr unterzeichnet. Folge: Das berichtigte Zeugnis muss der Arbeitgeber in diesem speziellen Fall deshalb auch mit einem lachenden Smiley im ersten Buchstaben seiner Unterschrift versehen (18.4.2013, 5 Ca 80b/13 ).

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