Anforderung sehr guter Englischkenntnisse in IT-Branche nicht diskriminierend

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Eine Stellenbeschreibung in der IT-Branche darf sehr gute Englischkenntnisse von den Bewerbern verlangen. In dieser Branche stellen die Sprachkenntnisse eine Eignungsvoraussetzung dar. Darin liegt keine Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft für Bewerber, die beispielsweise russischstämmig sind.

Ein IT-Unternehmen, das Online-Computerspiele vertreibt, suchte per Anzeige neue Mitarbeiter. Darin wurden sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse bzw. sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift verlangt.

Eine Bewerberin russischer Herkunft sprach gut Deutsch und Englisch, sie erhielt auf ihre Bewerbung jedoch eine Absage. Weil sie sich aufgrund ihrer russischen Wurzeln durch das geforderte Bewerberprofil benachteiligt fühlte, verlangte sie Entschädigung für eine Diskriminierung wegen ihrer ethnischer Herkunft.

Das Landesarbeitsgericht Hamburg stellte sich auf die Seite des Arbeitgebers. Wer eine Stelle für Programmierer besetzen will, darf sehr gute Englischkenntnisse – das heißt verhandlungssichere Kenntnisse in Wort und Schrift – von einem potenziellen Mitarbeiter verlangen.

In der IT-Branche ist Englisch die vorherrschende Kommunikationssprache, zumal bei international ausgerichteten Unternehmen. Somit spiegelt die sprachliche Eignungsvoraussetzung unternehmerischen Zielen wieder und ist sachlich gerechtfertigt.

Das Unternehmen darf somit beste Englischkenntnisse verlangen. Da die Bewerberin diese Eignungsvoraussetzung nicht erfüllte, war sie für die ausgeschriebene Stelle objektiv nicht geeignet. Eine Benachteiligung liegt hier nicht vor (LAG Hamburg, Urteil vom 19.5.2015, 5 Sa 79/14 ).

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