Hier droht alleinige Haftung: Vorsicht beim Ein- und Aussteigen!

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Wenn ein Autofahrer seine Autotür öffnet, muss er aufpassen, dass es nicht zu einem Unfall kommt. Andernfalls muss er in der Regel allein für den Schaden aufkommen.

Eine Autofahrerin parkte ihr Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand in einer Parkbucht. Als sie weiterfahren wollte, herrschte stockender Verkehr. Sie stieg ein, während auf der Spur links neben ihrem Auto mit mindestens 50 cm Abstand ein LKW mit Anhänger stand. Bevor sie die Fahrertür wieder geschlossen hatte, fuhr der LKW an.

Dabei erfasste der Anhänger des LKW die noch offene Fahrertür. An dem Auto entstand ein Schaden in Höhe von 3.500,00 €. Diesen Schaden verlangt der Fahrzeughalter des Wagens von dem LKW-Fahrer zurück, da dieser beim Anfahren nur in den Seitenspiegel hätte schauen müssen. Dann hätte der Unfall seiner Meinung nach verhindert werden können. Der Lastwagenfahrer bestritt, dass er den Unfall hätte vermeiden können.

Das Amtsgericht München gab ihm Recht. Nach der Straßenverkehrsordnung (§ 14 StVO) muss man so in sein Fahrzeug ein- oder aussteigen, dass niemand gefährdet und ein Unfall möglichst vermieden wird. Da es hier während des Einsteigens zu einem Unfall kam, ist zunächst davon auszugehen, dass die Fahrerin beim Einsteigen nicht umsichtig genug war. Man spricht dann vom sogenannten Beweis des ersten Anscheins. Sie hätte entweder mit dem Einsteigen warten müssen oder die Autotür nicht so weit öffnen bzw. schneller wieder schließen müssen. Da sie nicht die erforderliche Sorgfalt walten ließ, trifft sie die alleinige Schuld (AG München, Urteil vom 20.9.2013, 331 C 12987/13 ).

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