Haftstrafe für Trunkenheitsfahrt mit fahrlässiger Tötung

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Auch gegen einen nicht vorbestraften Autofahrer kann eine Haftstrafe ohne Bewährung verhängt werden.

Ein heute 25-jähriger Mann fuhr vor zwei Jahren frühmorgens mit mindestens zwei Promille im Blut und 100 km/h auf einer Landstraße. Dabei kollidierte er mit einem 48 Jahre alten Radfahrer, der vorschriftsmäßig mit seinem beleuchteten Fahrrad unterwegs war. Der Betrunkene nahm infolge seiner alkoholbedingt absoluten Fahruntüchtigkeit den Radfahrer nicht richtig wahr. Da er ihm nicht auswich, kam es zu einer Kollision. Der Radfahrer starb kurz nach dem Zusammenstoß. Er war verheiratet und hinterlässt drei Kinder.

Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte die Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten, obschon der Autofahrer bis dahin unbescholten war. Die Verteidigung der Rechtsordnung gebietet eine Strafe ohne Bewährung.

Denn mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 2 Promille war der Autofahrer schon weit jenseits der Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit. Trotz der auch für ihn erkennbaren schweren Alkoholisierung hat sich der Autofahrer ohne Bedenken ans Steuer gesetzt. Dabei hätte er sogar die Möglichkeit gehabt, sich von seinem Bruder abholen zu lassen.

Die Richter berücksichtigten auch seine aggressive Fahrweise direkt vor der Tat und die äußerst schwerwiegenden Folgen des Unfalls (OLG Hamm, Beschluss vom 26.8.2014, 3 RVs 55/14 ).

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