Zur Kasse gebeten: Kind schnallt sich während der Fahrt ab

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Anschnallen allein genügt nicht. Der Fahrer muss während der ganzen Fahrt überwachen, ob das Kind noch vorschriftsmäßig gesichert ist. Schnallt sich Ihr Kind bei der Autofahrt unbemerkt ab, droht Ihnen eine Geldbuße in Höhe von 40,00 €.

Ein Autofahrer fuhr mit seiner 4-jährigen Tochter im Pkw. Während der Fahrt schnallte sich das Mädchen unbemerkt ab. Dies fiel den Beamten auf, als der Mann in eine Verkehrskontrolle geriet. Daraufhin sollte der Autofahrer eine Geldbuße in Höhe von 40,00 € zahlen, da er nicht auf die ausreichende Sicherung des Kindes geachtet hatte. Der Mann ging dagegen an, da er seine Tochter beim Losfahren ordnungsgemäß angeschnallt habe. Sie habe sich bisher noch nie selbstständig abgeschnallt. Daher hätte man von ihm nicht verlangen können, während der Fahrt ständig zu kontrollieren, ob sie noch ausreichend gesichert sei.

Das Oberlandesgericht Hamm sieht das anders. Es entschied, der Fahrer muss mitfahrende Kinder vorschriftsmäßig sichern und dafür Sorge tragen, dass dies die ganze Fahrt über so bleibt. Der Vater hätte bemerken müssen, dass sich seine Tochter abgeschnallt hat und daraufhin die Fahrt unterbrechen und sie wieder anschnallen müssen.

Das Gericht verlangt sogar, dass der Fahrer notfalls eine Begleitperson mitnimmt oder seine Route so wählt, dass er sich während der Fahrt regelmäßig nach dem Kind umschauen und jederzeit anhalten kann (z.B. keine Autobahn, keine Schnellstraße; OLG Hamm, Beschluss vom 5.11.2013, 5 RBs 153/13).

Achten Sie beim Kauf eines Kindersitzes auch darauf, ob er gegen das selbständige Abschnallen ausreichend gesichert ist. Wenn nicht, kann auch ein Zusatzspiegel beispielsweise für die Sonnenblende helfen, Ihr Kind zu überwachen, ohne dass Sie sich während der Fahrt ständig umdrehen müssen.

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