Hände weg vom Handy - auch das Bedienen als Navigationshilfe ist während der Fahrt tabu

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Nutzen Sie Ihr Mobiltelefon als Navigationshilfe, dürfen Sie die Route - anders als bei herkömmlichen Navigationsgeräten - nicht während der Fahrt eintippen. Jegliche Nutzung eines Mobiltelefons, bei dem es aufgenommen oder in der Hand gehalten wird, ist nach der Verkehrsordnung verboten. Tun Sie es trotzdem, riskieren Sie ein Bußgeld von (noch) 40 €.

Ein Mann hatte während des Fahrens sein Smartphone in die Hand genommen und darauf getippt, um es als Navigationsgerät zu nutzen. Dabei bemerkte er die neben ihm fahrende Polizeistreife nicht. Gegen das ihm auferlegte Bußgeld, wandte er ein, dass er nicht telefoniert, sondern das Handy nur als Navigationshilfe genutzt habe. Das sei nach der Straßenverkehrsordung schließlich nicht verboten.

Das sah das Oberlandesgericht Hamm anders. Die Geldbuße ist zu Recht erteilt worden. Nach dem Gesetz ist nicht nur Telefonieren, sondern jegliche Nutzung des Mobiltelefons verboten, bei der man das Telefon in die Hand nehmen oder halten muss.

Nach dem Willen des Gesetzgebers müssen Sie als Fahrer beide Hände frei haben, wenn Sie während der Fahrt ein Handy benutzen. Nur so ist sichergestellt, dass Sie Ihre "Fahraufgabe" auch bewältigen können (OLG Hamm, Urteil vom 18.2.2013, Az. III-S RBs 11/13).

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