Bei Haschisch-Konsum droht Führerscheinentzug

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Bereits eine einmalige Autofahrt unter Cannabis-Einfluss macht Autofahrer ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen. Wer gelegentlich Cannabis (Hanf) konsumiert, kann zu Recht als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen angesehen werden und seine Fahrerlaubnis verlieren.

Nach der Fahrerlaubnisverordnung sei auch derjenige ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, der gelegentlich Cannabis (Marihuana, Haschisch) konsumiere und nicht zwischen dem Konsum und dem Autofahren trennen könne. Dies entschied das Verwaltungsgericht Aachen in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren.

Die Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen kann bereits bei einer einmaligen Autofahrt unter Cannabis-Einfluss zu bejahen sein, ohne dass es zu drogenbedingten Ausfallerscheinungen am Steuer kommen muss. Der über den einmaligen Gebrauch hinausgehende Cannabis-Konsum könne unproblematisch im Blut nachgewiesen werden, und zwar über die Abbaustoffe der Droge (VG Aachen, Beschluss vom 5.12.2011, Az. :3 L 457/11).

Wichtig in diesem Zusammenhang: Selbst wer beim Fahrrad fahren alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss stehend erwischt wird, riskiert den Entzug der Fahrerlaubnis, denn der Entzug ist nicht unbedingt an das Führen eines Kraftwagens gekoppelt, sondern an die charakterliche Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr. Diese kann auch ein Fahrradfahrer verlieren.

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