Autofahren nach Cannabiskonsum - Führerschein weg

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Auch bei nur gelegentlichem Cannabiskonsum kann die Fahrerlaubnis entzogen werden. Ab einer THC-Konzentration von 1ng/ml im Blut ist davon auszugehen, dass der Betreffende nicht zum Führen eines Fahrzeugs geeignet ist.

Ein Mann geriet in eine Verkehrskontrolle und wurde positiv auf THC getestet. Die entnommene Blutprobe ergab einen THC-Wert von 1,2 ng/ml. Daraufhin entzog ihm die Behörde die Fahrerlaubnis, da er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet sei. Der Mann ging dagegen an. Er behauptete, er hätte bisher überhaupt nur einmal Cannabis konsumiert. Zum Zeitpunkt der Autofahrt hätte das Cannabis gar keine Wirkung mehr entfaltet. Außerdem benötige er das Kfz beruflich für Kundenbesuche.

Der Verwaltungsgerichtshof stellte dagegen fest, dass von einem einmaligen Konsum nicht ausgegangen werden kann. Denn bei einem einmaligen Konsum sei der Wirkstoff nur vier bis sechs Stunden nachweisbar. Daher ist von einem zumindest gelegentlichem Konsum auszugehen.

Aufgrund der THC-Konzentration im Blut (über 1,0 ng/ml) ist auch davon auszugehen, dass das Cannabis zum Zeitpunkt der Autofahrt entgegen der Aussage des Mannes seine Wirkung noch entfaltete. Demzufolge ist der Mann nicht in der Lage, zwischen gelegentlichem Cannabis-Konsum und Autofahren zu trennen, was wiederum eine Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr bedeutet. Nach dem Gesetz ist die Behörde daher gehalten, ihm die Fahrerlaubnis zu entziehen.

Daran ändert es auch nichts, dass der Autofahrer zum ersten Mal auffällig wurde oder das Kfz beruflich nutzen müsse. Daran hätte er vorher denken müssen (VG Neustadt, Urteil vom 12.2.2015, 3 L 110/15 NW ).

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