Auch wer sein Fahrrad nur "rollen lässt", riskiert den Führerschein

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Betrunken Fahrrad zu fahren, kann Sie den Führerschein kosten. Dabei ist es unerheblich, ob Sie in die Pedale treten oder das Rad bergab rollen lassen.

Ein Mann, dem wegen einer früheren Alkoholfahrt die Fahrerlaubnis für sechs Monate entzogen worden war, geriet auf dem Rad sitzend ein paar Monate später in eine Verkehrskontrolle. Nachdem bei ihm eine Blutalkoholkonzentration (BAK) von 2,41 Promille festgestellt wurde, forderte die Fahrerlaubnisbehörde wegen der wiederholten Trunkenheitsfahrt ein medizinisch-psychologischen Gutachten (MPU) an. Da der Mann dieser Aufforderung nicht nach kam wurde ihm auch das Führen von Fahrrädern im öffentlichen Straßenverkehr untersagt. Hiergegen wehrte er sich, da er lediglich auf seinem Fahrrad gesessen habe, ohne in die Pedale zu treten. Allein das Rollen lassen könne man noch nicht als "Führen eines Fahrrades" werten.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte dagegen die Entscheidung der Vorinstanz. Wer auf einem rollenden Fahrrad sitzt, "führt" dieses. Dies gilt unabhängig davon, ob man dabei die Pedale betätigt oder bergab rollt. Entscheidend für das Führen eines Fahrrades ist, dass die Räder rollen und die Füße vom Boden gelöst sind.

Daher durfte die Behörde dem Mann das Fahrradfahren im öffentlichen Straßenverkehr untersagen. Denn solange er das angeforderte Gutachten nicht vorlegt, darf die Fahrerlaubnisbehörde davon ausgehen, dass er zum Radfahren nicht geeignet ist (VGH München, Urteil vom 17.11.2014, 11 ZB 14.1755 ).

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