Neuwagen: Diesel mit Rußpartikelfilter muss bei überwiegendem Kurzstreckeneinsatz nicht funktionieren

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Wer sich beim Autokauf für einen Diesel entscheidet, sollte wissen, ob er überwiegend Kurz- oder Langstrecken fährt. Denn danach entscheidet sich, ob ein Rußpartikelfilter sinnvoll ist.

Ein Autokäufer hatte einen neuen Opel Zafira mit eingebautem Rußpartikelfilter für 26.400 Euro erworben. Im Kurzstreckenbetrieb verstopfte der Filter jedoch mehrfach, sodass der Mann vom Kaufvertrag zurücktrat.

Zu Unrecht wie der Bundesgerichtshof feststellte: Es ist nämlich kein Mangel, wenn ein Rußfilter auf reinen Kurzstrecken nicht funktioniert. Es müssten immer wieder längere Strecken gefahren werden, um den Filter zu "entstopfen". Das ist Stand der Technik im Gegensatz zu Fahrzeugen ohne Rußfilter. Da nützt es auch nichts, wenn der Käufer wie hier erklärt, er hätte das Fahrzeug unter diesen Umständen nicht gekauft (BGH, Urteil vom 4.3.2009,VIII ZR 160/08).

 

Rechtstipp:
Möglicherweise war der Verkäufer aufklärungspflichtig, sodass der Käufer einen Schadensersatzanspruch gegen ihn hat. Fehlerhaft wird das Fahrzeug  dadurch aber nicht. Vergessen Sie deshalb beim Verkaufsgespräch nie zu sagen, auf was es Ihnen beim Auto ankommt bzw. wie Sie es nutzen. So lassen sich böse Überraschungen vermeiden.

 

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