Falsches Blinken  begründet Mitverschulden

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Wer beim Autofahren den Blinker setzt, sollte sich darüber Im Klaren sein, dass er damit anderen Verkehrsteilnehmern ein Zeichen gibt. Verwirrende Zeichen können hier fatale Folgen haben. Im Fall eines Unfalles bleiben Falschblinker oft auf einem Teil ihres Schadens sitzen.

Eine Autofahrerin befuhr eine vorfahrtsberechtigte Straße. Als sie sich einer untergeordneten Straße näherte, setzte sie den Blinker. Dies veranlasste einen Autofahrer, aus der Seitenstraße herauszufahren. Prompt kam es zu einem Zusammenstoß.

Die Frage war hier, ob und wie der an sich wartepflichtige Autofahrer auf das Blinkzeichen vertrauen durfte. Hierzu stellte das Gericht fest, dass ein solches Vertrauen nur dann gerechtfertigt ist, wenn nicht nur geblinkt, sondern auch die Geschwindigkeit deutlich herabgesetzt wird.

Dies war zwar hier nicht der Fall. Die Frau war vielmehr gleichbleibend schnell mit ca. 70 bis 89 km/h gefahren. Folge: Die sonst in solchen Fällen übliche hälftige Schadensquotelung war nicht fällig, die Frau musste sich dennoch ein Mitverschulden in Höhe von 25% anrechnen lassen. Schließlich ist ein falsches Blinkzeichen schon verwirrend genug.

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