Pfändungsfreigrenze steigt zum 1.7.2013 auf rund 1.045,00 €

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Alle zwei Jahre stehen die Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen (netto) auf dem Prüfstand. Dann erfolgt zum 1.7. des jeweiligen Jahres eine automatische Anpassung der Pfändungsfreigrenzen an die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrags. So soll das Einkommen trotz Gehaltspfändung noch ausreichen, dem Arbeitnehmer und seinen Angehörigen, denen er unterhaltspflichtig ist, das Existenzminimum zu sichern.

Damit verbleiben dem Arbeitnehmer künftig mindestens 1.045,04 € monatlich (statt bisher 1.028,89 €), die nicht der Zwangsvollstreckung unterliegen. Die Pfändungsfreigrenze erhöht sich je nach Anzahl der Personen, denen der Arbeitnehmer Unterhalt zu gewährleisten hat. Für die erste Person, für die Unterhalt zu leisten ist, erhöht sich der Betrag um 393,30 € (bisher 387,22 €) und für die zweite bis fünfte Person um jeweils 219,12 € (bisher 215,73 €).

Verdient ein Arbeitnehmer mehr als den unpfändbaren Betrag, darf er von dem überschießenden Betrag ebenfalls noch einen Teil behalten. Erreicht das Einkommen allerdings die Obergrenze von 3.203,67 € kann der darüberhinausgehende Teil vollständig gepfändet werden. Genaueres können Sie den Pfändungstabellen entnehmen (vgl. Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2013 des Bundesjustizministeriums unter www.bmj.de).

Weitergehende Informationen zu diesem Thema und eine eingehende Schuldnerberatung erhalten sie beispielsweise bei Ihrer regionalen Verbraucherzentrale (vgl. www.verbraucherzentrale.de).

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